Weit, so weit, wo die Sonne den Morgen grüßt
weit, so weit, wo die Sehnsucht wohnt
wo Dein Mund mir lacht
bin ich jede Nacht
wenn die Seele wandern geht.
Schandmaul - Klagelied
Nach anderthalb Jahren Fernbeziehung über mehr als 300 Kilometer hinweg gewöhnt man sich an vieles. Man erlebt die Zeit, die man zusammen hat, vielleicht intensiver als andere Paare. Man lebt eigenständiger, wenn man nicht zusammen sein kann (und das ist die meiste Zeit). Man lernt Sprache zu schätzen, denn die Zeichen auf einem Bildschirm oder die Worte durch eine Telefonleitung müssen die Nähe geben, die der Körper nicht geben kann. Und man lernt, mit dieser besonderen Situation umzugehen. Man hält die Trennung aus.
Meistens.
Wenn es nur nicht so weh täte, nach einer gemeinsam verbrachten Zeit wieder in die leere Wohnung zurückzukehren, wo noch zwei Kopfkissen und zwei Bettdecken auf dem Bett liegen...