Viele
ideologisch verblendete von einer Guten Sache[tm] überzeugte Menschen haben erstaunlicherweise immer wieder Probleme, diese einfache Wahrheit zu verstehen. Aktuell kann man ein solches Trauerspiel beim
Shopblogger beobachten.
Wie viele Leser meines Blogs vermutlich wissen, ist der Shopblogger Supermarktbetreiber in Bremen. Und zwar ein sehr engagierter solcher, der schon immer sowohl regionale Produkte und Produzenten fördert und Bio-Produkte (und damit meine ich echte solche, keine "EU-Bioprodukte") im Sortiment führt (näheres kann man
hier nachlesen). Damit war er in seiner Gegend Bremens ein Pionier.
Nun gibt es mittlerweile mehr oder weniger nahe an den Märkten des Shopbloggers auch "echte" Bioläden. Auf die der Shopblogger auch gerne verweist, wenn es um Dinge geht, die er selbst nicht im Sortiment führt, denn das Biosortiment ist bei ihm eben nur Teil des Gesamtsortiments. Und die zudem nicht gerade direkt nebenan liegen. Trotzdem haben die Betreiber dieser Läden nichts Besseres zu tun, als Druck auf die Lieferanten auszuüben und diese
zum Boykott des Shopbloggers zu animieren. Als Folge hat Björn Harste mittlerweile ernsthafte Schwierigkeiten, bestimmte Teile seines Sortiments zu führen.
Mir stellen sich an dieser Stelle zwei Fragen: Glauben die Bioladenbetreiber wirklich, daß die typische Supermarktkundschaft für Milch und Bio-Konfitüre einen (zudem noch ökologisch völlig widersinnigen) Umweg in Kauf nimmt, um im politisch korrekten Bioladen zu kaufen? Ich würde das nicht tun, und ich kann mir das von der typischen Supermarktkundschaft auch nicht vorstellen - das Ergebnis ist also ein
geringerer Marktanteil, kein größerer. Und warum haben die Lieferanten so wenig Rückgrat und zeigen den durchgeknallten Ökoradikalinskis aus der Bioladenfraktion nicht einfach den Vogel?