Wednesday, August 30. 2006
Es lohnt sich, ab und an mal die Mail mit den Backup-Logs auf dem privaten System auch zu lesen und nicht nur mit einem Nicken zur Kenntnis zu nehmen. Jedenfalls dann, wenn die Backup-Mails auf einmal verdächtig kurz werden. Das könnte nämlich daran liegen, daß die verwendete Backup-Lösung sich nur noch weinend über ein fehlendes Python-Modul beschwert und keineswegs ein Backup produziert hat.
seufz
Sunday, August 27. 2006
Berlins Innensenator Ehrhart Körting hat die Zeichen der Zeit erkannt, und die Tagesschau zitiert ihn:
"Das Internet ermöglicht sozusagen im Wege der Fernuniversität, Terrorist zu werden", warnte Berlins Innensenator Ehrhart Körting in einem ARD-Interview.
Die Frage ist, ob der Master in der Fachrichtung "Suizidattentate" dann posthum verliehen wird.
Wednesday, August 23. 2006
Vielleicht sollte ich den Iren in mir entdecken:
You Belong in Dublin
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Friendly and down to earth, you want to enjoy Europe without snobbery or pretensions.
You're the perfect person to go wild on a pub crawl... or enjoy a quiet bike ride through the old part of town.
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Tuesday, August 22. 2006
Das Lummaland zitiert Falk Lüke bezüglich fehlender Vermarktungsoptionen für (deutschsprachige) Blogger und zieht das Fazit:
So lange der gelesene Teil der deutschen Blogosphäre eine Ansammlung unprofessioneller Diven ist, so lange wird es zwar witzig und nett zu lesen sein, aber eben nicht wirklich gut vermarktbar.
Mir persönlich ist es ganz recht, "nicht wirklich gut vermarktbar" zu sein. (Zur Diva fehlt mir allerdings das Tutu, und das ist in Anbetracht meiner Körperform vermutlich auch ganz in Ordnung so.) Zum einen aus grundsätzlichen Erwägungen: Mir geht massiv gegen den Strich, daß sich unsere Gesellschaft immer mehr in eine Richtung entwickelt, in der alles nur noch an Ertrag, Gewinn, Marktanteil, "shareholder value" oder ähnlichen Dingen gemessen wird. Nicht daß ich etwas gegen die Marktwirtschaft an sich hätte, ganz im Gegenteil - als Gesellschaftssystem hat sie den immensen Vorteil, daß sie nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis funktioniert und richtig angewandt nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis "Wohlstand für alle" bringen kann. Das muß allerdings nicht zwingend bedeuten, daß nur noch die Dinge zählen, die man in Euro und Cent messen kann, und ich halte es für einen großen Fehler, alles auf seine Vermarktbarkeit abklopfen zu müssen und nicht kommerziell verwertbare Dinge mehr oder weniger deutlich auf den großen Haufen mit dem Schild "Ausschuß" zu werfen.
Zum anderen ist das Bloggen für mich wie vermutlich auch für viele andere Blogger ein Hobby. Ein Hobby ist etwas, das man aus Spaß an der Freude macht, bei dem man sich selbst die Qualitätsmaßstäbe setzt, an denen man sich orientiert und daß man auch mal für Tage, Wochen oder Monate in die Ecke pfeffern kann, wenn man die Nase voll hat. Das beißt sich aber zumindest nach meinen Maßstäben damit, seine Ergebnisse zu vermarkten. In dem Moment, wo man von anderen Geld für seine Werke bekommt, ist man (zumindest nicht mehr vollständig) Herr über sie. Man riskiert, seinen Geldgebern Rede und Antwort über Dinge wie Temine, Qualität oder gar Inhalte stehen zu müssen. Das nennt man dann gemeinhin nicht mehr "Hobby", sondern "Beruf".
Und wer sein Hobby zum Beruf macht, sollte sich darüber im Klaren sein, daß er riskiert, ein Hobby zu verlieren. Ob es einem das wert ist, muß jeder selbst entscheiden. Der Mehrzahl der deutschsprachigen Blogger scheint es das nicht wert zu sein.
Monday, August 21. 2006
Es war ja vorherzusehen, daß nach den verhinderten Terroranschlägen von Koblenz und Dortmund die üblichen Verdächtigen nach einer Ausweitung von Videoüberwachung und schärferen Kontrollen rufen würden. Norbert Geis von der CSU und Clemens Binninger von der CDU (der eine Rechts- der andere Innenexperte) setzen aber noch eins drauf: Wenn es nach ihnen geht, sollen Züge von bewaffneten Zugbegleitern, sogenannten Rail-Marshals begleitet werden, da in Zügen die gleichen Sicherheitsmaßnahmen erforderlich seien wie in Flugzeugen.
Ich weiß wirklich nicht, ob ich über die allgemeine Hysterie und den blinden Aktionismus lachen oder weinen soll.
Saturday, August 19. 2006
Viele ideologisch verblendete von einer Guten Sache[tm] überzeugte Menschen haben erstaunlicherweise immer wieder Probleme, diese einfache Wahrheit zu verstehen. Aktuell kann man ein solches Trauerspiel beim Shopblogger beobachten.
Wie viele Leser meines Blogs vermutlich wissen, ist der Shopblogger Supermarktbetreiber in Bremen. Und zwar ein sehr engagierter solcher, der schon immer sowohl regionale Produkte und Produzenten fördert und Bio-Produkte (und damit meine ich echte solche, keine "EU-Bioprodukte") im Sortiment führt (näheres kann man hier nachlesen). Damit war er in seiner Gegend Bremens ein Pionier.
Nun gibt es mittlerweile mehr oder weniger nahe an den Märkten des Shopbloggers auch "echte" Bioläden. Auf die der Shopblogger auch gerne verweist, wenn es um Dinge geht, die er selbst nicht im Sortiment führt, denn das Biosortiment ist bei ihm eben nur Teil des Gesamtsortiments. Und die zudem nicht gerade direkt nebenan liegen. Trotzdem haben die Betreiber dieser Läden nichts Besseres zu tun, als Druck auf die Lieferanten auszuüben und diese zum Boykott des Shopbloggers zu animieren. Als Folge hat Björn Harste mittlerweile ernsthafte Schwierigkeiten, bestimmte Teile seines Sortiments zu führen.
Mir stellen sich an dieser Stelle zwei Fragen: Glauben die Bioladenbetreiber wirklich, daß die typische Supermarktkundschaft für Milch und Bio-Konfitüre einen (zudem noch ökologisch völlig widersinnigen) Umweg in Kauf nimmt, um im politisch korrekten Bioladen zu kaufen? Ich würde das nicht tun, und ich kann mir das von der typischen Supermarktkundschaft auch nicht vorstellen - das Ergebnis ist also ein geringerer Marktanteil, kein größerer. Und warum haben die Lieferanten so wenig Rückgrat und zeigen den durchgeknallten Ökoradikalinskis aus der Bioladenfraktion nicht einfach den Vogel?
Monday, August 14. 2006
... packen wir es an:

(Bis ich soweit wie nilsk komme, wird es aber wohl noch etwas dauern.)
Wenn diese Kategorie auch eigentlich für eigene Rezepte gedacht ist, muß ich doch mal (spät, aber doch) eine Ausnahme machen und auf diese unwiderstehliche Kreation von Valle hinweisen. Als Testesser kann ich nur bestätigen, daß dieser Salat nahezu jede Sünde wert ist. Das Rezept gibt es selbstverständlich auch im Eintrag.
Weit, so weit, wo die Sonne den Morgen grüßt
weit, so weit, wo die Sehnsucht wohnt
wo Dein Mund mir lacht
bin ich jede Nacht
wenn die Seele wandern geht.
Schandmaul - Klagelied
Nach anderthalb Jahren Fernbeziehung über mehr als 300 Kilometer hinweg gewöhnt man sich an vieles. Man erlebt die Zeit, die man zusammen hat, vielleicht intensiver als andere Paare. Man lebt eigenständiger, wenn man nicht zusammen sein kann (und das ist die meiste Zeit). Man lernt Sprache zu schätzen, denn die Zeichen auf einem Bildschirm oder die Worte durch eine Telefonleitung müssen die Nähe geben, die der Körper nicht geben kann. Und man lernt, mit dieser besonderen Situation umzugehen. Man hält die Trennung aus.
Meistens.
Wenn es nur nicht so weh täte, nach einer gemeinsam verbrachten Zeit wieder in die leere Wohnung zurückzukehren, wo noch zwei Kopfkissen und zwei Bettdecken auf dem Bett liegen...
Friday, August 4. 2006
Fast vier Monate war dieses Blog ohne neuen Inhalt. Vier Monate, in denen sich bei mir einiges getan hat: Neuer Arbeitgeber, auch wenn ich mir den Abschied vom alten Arbeitgeber entschieden sehr anders gewünscht hätte, aber so etwas kann man nicht immer selbst beeinflussen. Neuer Wohnort und damit wieder Exil-Westfale und zum ersten Mal in meinem Leben Exil-Nordrhein-Westfale. Ja, ich habe vorher wirklich noch nie meinen Wohnsitz außerhalb des Bundeslandes meiner Geburt gehabt. So etwas gibt es heutzutage tatsächlich noch.
Auch wenn der Wohnungsmarkt hier im Wilden Süden auch die schon unschönen Münsteraner Verhältnisse nochmal toppt, habe ich doch mit Glück eine bezahlbare, gemütliche Wohnung gefunden (der Google-Pfeil ist etwas zu weit östlich - es ist der Wohnblock mit dem braunen Dach westlich vom Pfeil). Weg zur Arbeit um mehr als die Hälfte gegenüber früher verkürzt, viele liebe Freunde in ziemlicher Nähe - der Wechsel hat sich gelohnt, auch wenn die Leute hier mitunter etwas merkwürdig reden.
Und es wird jetzt auch wieder neuen Blogcontent geben. Versprochen!
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