Sunday, December 31. 2006
Nachdem ich wegen Chaos in der Zeitplanung und anschließender Netzlosigkeit - ja, man kann Weihnachten ohne Internet feiern und sich dabei wohlfühlen! - schon keine guten Weihnachtswünsche ausgerichtet habe, möchte ich meinen Lesern wenigstens Grüße zum Jahresende ausrichten.
Feiert schön, rutscht nicht so heftig ins neue Jahr hinüber, schaut Fernsehen oder tut sonst, wonach euch ist - und paßt vor allem im Norden oder auf Bergen auf den Wind auf, wenn ihr Raketen verschießen wollt.
Möge das Jahr 2007 ein wenig friedlicher werden, als es 2006 war.
Wednesday, December 20. 2006
Ulrich Wiesner berichtet, daß u.a. sein Einspruch gegen den Einsatz von Wahlcomputern bei der letzten Bundestagswahl vom Deutschen Bundestag auf Empfehlung des Wahlprüfungsausschusses abgelehnt wurde.
Die nächste Runde ist jetzt der Gang zum Bundesverfassungsgericht in Form einer Wahlprüfungsbeschwerde nach § 13 Nr. 3 des Gesetzes über das Bundesverfassungsgericht (BVerfGG). Dafür schreibt § 48 BVerfGG den Beitritt von mindestens 100 Wahlberechtigten zu dieser Wahlprüfungsbeschwerde vor. Ulrich hat auf seinen Webseiten ein Formular für eine entsprechende Erklärung vorbereitet. Wer mitmachen mag, möge sich seine Seiten durchlesen, dann das Formular ausfüllen und ihm zuschicken. Stichtag für die Beschwerde ist der 14. Februar 2007.
(Link via Isotopp. Näheres zur Problematik der Wahlcomputer findet man in diversen Blogs und Webseiten, ein Einstieg ist z.B. beim Lawblog, das diverse weiterführende Links hat.)
Tuesday, December 19. 2006
Wenn ich mir so das derzeitige deutsch-polnische Verhältnis anschaue, dann muß ich mich immer sehr zusammenreißen, um nicht den Kopf zu schütteln. Oder um nicht aufzuspringen und gewisse Menschen in einen Sack zu stecken und kräftig draufzuhauen. Man träfe garantiert immer den Richtigen.
Ein Grund, sich seinerzeit über den Ende des Ost-West-Konflikts zu freuen, war die Aussicht auf ein geeintes Europa (oder zumindest auf ein geeintes große-Teile-von-Europa). Nach Jahrhunderten von immer verheerenderen Kriegen auf diesem Kontinent sicherlich nicht die schlechteste Idee. Nun gehört zu so einer Vision zwingend dazu, daß alle Beteiligten bereit sind, unter alte Rivalitäten einen Schlußstrich zu ziehen und zu sagen "Was geschehen ist, ist geschehen und darf nicht vergessen werden, damit es sich nicht wiederholt - aber wir fangen hier und jetzt neu an." Genau das scheint aber einigen Leuten nicht in den Kram zu passen. Besonders hervor tun sich derzeit die Preußische Treuhand auf der einen und der Staatspräsident Polens, Lech Kaczynski auf der anderen Seite.
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Saturday, December 16. 2006
Was man nicht so direkt sieht ist, wie viel Arbeit noch in diesen gebrauchten Gleisen auf mich wartet: Alle müssen gereinigt werden, die Weichen werden auf Unterflur-Antrieb umgebaut werden, und so weiter. Trotzdem: Für 20 Euro kein schlechtes Geschäft, finde ich.
(An meine deutschsprachigen Leser: Diese Anmerkungen gelten natürlich genauso für euch. Aber ich denke, ihr könnt mein deutsches Impressum mit der Lizenz lesen.)
From time to time I check the statistics of this Blog, mostly because I am curious who is reading this Blog. Almost everytime I am doing so I notice some strange referrers. And when following them, I find that someone included content (mostly images) from this site directly into his or her own content.
This practice is commonly called "deep linking". I don't want to forbid this, as I think this is part of the spirit that makes the Web and the Blogosphere what it is. However, there are some rules I'd like you to obey:
- My content is not in the public domain. This is a very important fact, so I mention it first. Anything on this pages is copyright by me, if there is no note stating something else. I reserve all rights.
- No commercial usage of the content without prior written permission. What I mean with this is: If you are using this content on any webpage that is connected with any commercial activity, i.e. if you somehow make money from your webpage, then you have to ask me before you start using it. This does not necessarily mean that I will ask royalties from you. I will decide this on a case to case basis.
- Include an attribution. You are free to use material from this Blog in a non-commercial environment only if you include an attribution line. This is something along the lines of "Author: T. Jerzembeck / Source: Das Blog am Datentrampelpfad" with a link leading back to the original page. You may of course write something else, as long as it is clear that I am the author of the work and that the original source of the work is this Blog.
- I reserve the right to forbid the usage. I trust you that you play by the rules and that you don't use content from this Blog in any setting that I don't like. However, I reserve the rigt to forbid the usage of any content from this Blog even in a non-commercial setting. If I do so, I will inform you and state why. If the matter is not resolved and you continue using the material, I'll take technical measures to hinder you, which might be embarassing to you. So don't risk it.
Basically this boils down to "Play fair and I'll do the same". If you have any questions regarding this, feel free to comment on this post or mail me.
Thursday, December 14. 2006
Demnächst[tm] wird es in meiner Wohnung zurück in die frühen 60er gehen. Nein, ich werde mir keine Nierentische und Tütenlampen zulegen (auch wenn Retro gerade in ist), aber ich werde ein seit Jahren aus unterschiedlichen Gründen in meinem Kopf schlummerndes Projekt aufwecken: Eine Modellbahn. Untergebracht in einem Regal, und spielend in den frühen 60ern. Ohne sklavische Festlegung auf einen konkreten Ort oder ein bestimmtes Jahr, wohlgemerkt, sondern eher nach dem Motto "So hätte es sein können". Denn "Model railroading is fun."
Und deshalb gibt es in diesem Blog jetzt eine neue Kategorie, in der Gedanken und Entwicklungen geschrieben werden sollen. Stay tuned.
Tuesday, December 12. 2006
Für Rollstuhlfahrer werden Rampen und Aufzüge gebaut, Blinde haben akustische Ampeln und besondere Pflasterung, Diabetiker und Allergiker sehen auf immer mehr Verpackungen genaue Angaben über Inhaltsstoffe und Spuren unerwünschter Beimengungen - aber was ist mit den Menschen, bei denen der Kopf manchmal nicht so funktioniert, wie er sollte?
Spiegel online bringt einen hochgradig lesenswerten Artikel über Studenten mit psychischen Problemen - und über die Schwierigkeiten, denen sie sich im Uni-Alltag gegenüber sehen und die "normale" Studenten oft nicht einmal erahnen. Hochgradig lesenswert auch für Menschen, die die Universität längst hinter sich gelassen haben, denn psychische Krankheiten sind in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabu. Der Kopf hat halt zu funktionieren, und eine angeknackste Seele wird schnell als Faulheit, mangelnde Leistungsbereitschaft oder ähnliches abgestempelt. Dabei würde bei einem Beinbruch auch niemand behaupten, daß man aus Faulheit einen Gips trägt...
Saturday, December 9. 2006
Als kleinen Service an die, die nach dem Lied "Wir sagen euch an den lieben Advent" suchend auf dieser Seite landen: Den Liedtext gibt es hier, und hier kann man sich auch die Noten herunterladen (zusammen mit Noten von verschiedenen anderen Kirchenliedern).
Mein Adventskranz sieht dieses Jahr übrigens so aus:
Die allgemeine Killerspiel-Hysterie hat nun auch Heise erreicht, wenn auch das Pendel dort zur anderen Seite ausschlägt: heise online berichtet von einem Schreiben des LKA Baden-Württemberg, in dem Provider angeblich aufgefordert würden, dem LKA komplette Server-Images zu übersenden. Als Alternative würde auch eine Hausdurchsuchung in Aussicht gestellt.
Starker Tobak, wenn es denn so wäre. Wenn man sich aber das entsprechende Schreiben mal anschaut, dann stellt man fest, daß dort mitnichten von einer Übersendung von Server-Images die Rede ist. Vielmehr wird ein Hoster aufgefordert, zu einer IP-Adresse gehörende Kundendaten zur Verfügung zu stellen und Images der Server zu sichern. Eine reine Standardprozedur also, die beim Verdacht auf eine Straftat einer gewissen Schwere (und um eine solche handelt es sich bei den Amoklauf-Androhungen vermutlich) völlig normal ist: Es werden eben mögliche Beweismittel gesichert.
Fazit: "Erst lesen, dann aufregen" gilt auch für die heise online-Redaktion.
Ein Lob gilt an dieser Stelle unserer Bundesjusitzministerin Zypries, die zwar schon so manchen Bock geschossen hat, diesmal aber im Gegensatz zum üblichen Verdächtigen Beckstein aus Bayern einen kühlen Kopf behält. Und ein Hinweise auf eine Online-Protestaktion gegen das geplante Verbot von Ego-Shootern. Ich spiele solche Spiele selbst zwar normalerweise nicht, aber ich habe etwas gegen das Herumdoktern an Symptomen, statt sich der Ursache zuzuwenden.
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