Wednesday, February 21. 2007
Auch wenn ich selbst keine Bücher wegwerfen kann, so muß ich doch zugeben, daß nicht unbedingt jedes Exemplar von jedem Buch auf Dauer erhaltenswert ist.
Wenn ich allerdings lesen muß, daß an der Bibliothek der Universität Eichstätt geschätzte geschätzte 83 Tonnen Bücher vernichtet worden sind, dann blutet mir das Herz. Es handelt sich hierbei um etwa die Hälfte des Bestandes der übernommenen Zentralbibliothek der Bayerischen Kapuziner, die eigentlich in den Bestand der Universitätsbibliothek eingegliedert werden sollte und die stattdessen in der Müllverbrennung gelandet ist. (Von der anderen Hälfte ist ein großer Teil im Antiquariatsverkauf gelandet, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.)
Nicht nur in Baden-Württemberg, sondern auch in Bayern scheinen Menschen ohne Sinn und Verstand für iihre Arbeit für die Erhaltung von Kulturgütern zuständig zu sein. Mit fatalen Folgen...
Tuesday, February 20. 2007
Irgendwie bin ich froh, daß die Fasnacht hier in Stuttgart gegenüber dem Karneval in Münster (oder gar früher in Düsseldorf) gemäßigter zu sein scheint.
Nicht daß ich etwas gegen Fröhlichkeit hätte, im Gegenteil. Auch gegen Verkleidungen nicht, und ich würde wirklich gerne einmal den Karneval in Venedig erleben. Aber auf Kommando fröhlich sein zu sollen ist nicht so mein Ding, und die Begleiterscheinungen - vor allem den gefühlt immer massiver werdenden Alkoholkonsum gerade bei jungen Menschen - haben mich zunehmend genervt.
In diesem Sinne: Viel Spaß allen Narren, die feiern wollen, und einen ruhigen Tag allen, die lieber ihre Ruhe haben möchten.
Monday, February 19. 2007
Nachdem sowohl die GPRS-Datenkarte als auch die Ersatz-SIM für meine in den Wirren des letzten Umzugs verschwundene Simyo-Karte bei mir eingetroffen waren, habe ich mich an die Konfiguration gewagt. Um das Ergebnis vorweg zu nehmen: Der Internetzugang per GPRS funktioniert. Um anderen ein paar kleine Stolperfallen aus dem Weg zu räumen, hier ein kleiner Erfahrungsbericht.
Hardware
- raven, (m)ein HP compaq nx5000-Laptop
- eine Sony Ericsson GC79 GPRS/WLAN-Karte im Vodafone-Branding (und dadurch leider mit unvollständiger Dokumentation)
- ein Simyo-SIM-Modul
Software
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Friday, February 16. 2007
Zwei Jahre ist es jetzt her, daß Kris mich verführt hat. Zwei Jahre mit insgesamt 239 Artikeln mit 273342 Zeichen, 230 Kommentaren, 72 Trackbacks - und laut meiner Logs einer ganzen Reihe von Lesern, die immer wieder hierher kommen.
Ich bin ja neugierig: Wer seid ihr eigentlich? Und warum lest ihr hier?
Zu den zwei Jahren gehören auch noch andere Dinge: Ein neuer Wohnort, eine neue Arbeitsstelle, neue Freunde und Bekannte. Aber auch viele alte Freunde, die mich begleitet haben und die mich auch und gerade in den dunkleren Zeiten dieser zwei Jahre nicht alleine gelassen haben. Euch allen vielen, vielen Dank dafür!
Ich bin gespannt, was die nächsten zwei Jahre bringen werden.
Sie ist da!
Dann kann es ja losgehen...
Thursday, February 15. 2007
Eine interessante Art, Musik zu entdecken: Bei Musicovery kann man nicht nur unter den üblichen Musikgenres (Rock, Pop, World, Classical und so weiter) wählen, sondern auch noch in einem Stimmungs-Koordinatensystem ("Dark" - "Positive" und "Calm" - "Energetic") seine derzeitige Präferenz auswählen. Musicovery sucht und spielt dann entsprechende Musik. Die einzelnen Stücke sind auf einer Art Assoziationsgraph aufgereiht, bei dem mir nicht klar ist, wie er entsteht - aber es ist schon interessant zu beobachten, was jeweils dabei herauskommt.
Frei verfügbar ist ein Audiostream (welche Codierung genau verrät mir mein Linux-Firefox nicht) mit 32 kbit/s - klingt nach wenig, aber viele Webradios senden auch nicht in höherer Qualität. Und zum Ausprobieren des Konzepts reicht es allemal. In CD-Qualität soll das ganze dann per Abo verfügbar sein.
Gefunden bei der Riesenmaschine.
Wednesday, February 14. 2007
Mit unschöner Regelmäßigkeit wird von Bildungspolitikern immer wieder bejammert, daß Studenten in Deutschland zu lange studieren. Es werden Studiengebühren (zuerst für Langzeitstudierende, mittlerweile in vielen Bundesländern allgemeine Studiengebühren) als "Anreiz" für ein schnelleres Studium eingeführt und gefordert, daß sich die Studenten doch bitteschön auf ihr Studium konzentrieren sollen.
Nicht so recht dazu passen mag die Meldung in den Radionachrichten, daß der BAföG-Höchstsatz (der von den meisten Studenten erst gar nicht erreicht wird) von 585 Euro im Monat im fünften Jahr in Folge nicht erhöht wird. Zwar ist die Bundesregierung großzügig: Man darf in Zukunft 400 statt 350 Euro im Monat dazuverdienen. Die Frage ist nur: in welcher Zeit? Wenn man sein (im Zuge der Bachelorisierung zeitlich gestrafftes) Studium ernst nimmt, hat man in den meisten Studienfächern ohnehin schon eine 40-Stunden-Woche. Klar, man kann das Studium strecken - nur braucht man dann länger, muß höhere Studiengebühren zahlen und rutscht eventuell über die Förderungshöchstdauer hinaus. Oder man kann einen Bildungskredit in Anspruch nehmen - und noch höher verschuldet in das Berufsleben starten, als man es als BAföG-Empfänger ohnehin schon tut. Und für Dinge wie die Pflege von Angehörigen oder ähnliches ist erst recht keine Zeit mehr.
Irgendwie lässt das alles eine klare Linie vermissen. Außer der einen: auf Teufel komm raus Geld für die Bildung sparen zu wollen. Auch auf die Gefahr hin, daß nur Vermögende noch studieren können.
Zum Vergleich: ein Hartz IV-Empfänger hat als Alleinstehender Anspruch auf maximal 663 Euro im Monat (345 Euro Regelsatz + maximal 318 Euro für Unterkunft und Heizung). Als Zuschuß, nicht zur Hälfte als Darlehen.
Tuesday, February 13. 2007
Kurz vor dem Höhepunkt der Karnevalssession erschüttert ein Skandal den rheinischen Karneval: Ein Düsseldorfer Wagenbauer soll abtrünning geworden und mit den Verantwortlichen für den Kölner Rosenmontagszug über den Bau von Wagen verhandelt haben. Ja nicht nur das: Während der Gespräche in Köln habe der Düsseldorfer sogar Kölsch getrunken!
So richtig kann man den ganzen Zwist zwischen den beiden rheinischen Großstädten vermutlich nur als Eingeborener verstehen. Meine 4 Jahre Aufenthalt in Düsseldorf haben jedenfalls nicht gereicht, um die Hintergründe wirklich zu verstehen. Aber eins ist mir dort klar geworden: Was in den Nachrichten so witzig rübergebracht wird und worüber man als Außenstehender gerne lächelt - das alles wird dort wirklich sehr, sehr ernst genommen. Das gilt ganz besonders, sobald es um Brauchtum geht, und der Karneval ist die Form des Brauchtums, die am meisten ernst genommen wird. Mag man als Außenstehender auch "es ist doch nur Karneval" denken - falsch. Im Rheinland gibt es kein "nur Karneval". Karneval ist eine todernste Sache.
Der Wagenbauer dürfte bis auf weiteres tatsächlich persona non grata in Düsseldorf sein.
Monday, February 12. 2007
Wer statt anständig zu sein lieber unanständig bleiben möchte, wird bei .get privacy fündig:
(Ich wollte das nur mal erwähnt haben, bevor mir einseitige Berichterstattung vorgeworfen wird.)
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