Nein, hier geht es nicht um kleine Musikabspielgeräte, sondern um etwas ganz anderes.
Geocaches werden in unterschiedliche Größenklassen eingeteilt, von "Large" (einer im Wald mehr oder weniger vergrabenen Munitionskiste) bis zu "Micro" (typischerweise eine Filmdose). Nun gibt es Orte, an denen auch ein Micro schwierig zu verstecken oder zu auffällig wäre, beispielsweise in belebten Innenstädten oder an anderen Orten mit hohem Besucheraufkommen. Um auch dort einen Geocache verstecken zu können, haben sich ein paar
Wahnsinnige schlaue Leute Gedanken gemacht und einen kleinen Metallzylinder mit Magnethalterung und Gewinde gebaut. Der Nano war geboren.
So sieht er in freier Wildbahn aus:
Nervig daran ist nicht so sehr, daß Nanos schwierig zu finden sein können - das Suchen ist ja Teil des ganzen Spaßes. Allerdings scheinen sie im Moment gerade dermaßen "in" zu sein, daß jeder einen verstecken will - was dazu führt, daß zumindest hier in Stuttgart und Umgebung inflationär auch an Stellen Nanos versteckt werden, an die gut und gerne ein Micro oder noch größere Caches passen würden. Zudem sind Nanos eine äußerst fummelige Angelegenheit, da das Log"buch" ein eng zusammengerollter Streifen Papier ist. Wenn der Besitzer es sehr gut gemeint hat, ist es ohne Pinzette oder ähnliches praktisch unmöglich, an das Logbuch heranzukommen, zumal mit kalten oder verschwitzten Fingern. Zudem ist es schon prinzipbedingt nicht möglich, Gegenstände zu tauschen - der Nano ist einfach zu klein dafür. Alles zusammen kann für ziemlichen Frust beim Cachen sorgen.
Daher mein Aufruf an alle Cacheleger: Pflastert doch nicht einfach gedankenlos die Gegend mit Nanos zu, nur weil sie gerade so hip sind. Den passenden Cache am richtigen Ort, und im Zweifel mal etwas das Hirn beim Verstecken einschalten statt blind irgendwas in die Gegend zu klatschen. So haben alle länger Freude an unserem Hobby.