Die
Hochschule der Medien hier in Stuttgart veranstaltete letzten Freitag ihren ersten
Digital Rights Day - eine Informations- und Diskussionsveranstaltung über Recht und Freiheit im Zeitalter der Datennetze, nicht nur für Studenten. Bereits im Vorfeld hatte das studentische Orga-Team beim
Chaos Computer Club Stuttgart angefragt, ob wir nicht einen Referenten zum Thema "Überwachung / Datenschutz / Persönlichkeitsrechte" stellen könnten. Nun, wir konnten sogar zwei Referenten aufbieten, nämlich
Hanno und mich. Relativ kurz vor dem Termin stellte sich dann heraus, daß noch zwei weitere Referenten des Tages aus dem Umfeld des CCCS kommen würden -
Thomas referierte vor uns über den Themenkomplex "Internetrecht", und Kurt 'Pi' Jäger nach uns als
Freiheitsredner über den Freiheitsbegriff und seine Bedrohung.
Ich habe in Schule und Studium öffentliche Vorträge wie z.B. Referate immer gehasst - aber dieser hat mir regelrecht Spaß gemacht. Hanno und ich haben uns bemüht, kritisch, aber ausgewogen zu berichten, und das scheint uns gelungen zu sein. Im Schlußwort wurde jedenfalls betont, daß sich der Vertreter der Staatsgewalt und die Vertreter des CCCS als ganz anders als erwartet entpuppt hätten - und daß sie jetzt einträchtig nebeneinander unter den Zuhörern säßen.
Den Gesichtern der Zuhörer nach zu urteilen sind auch einige Denkanstöße angekommen - etwa als ich anhand von Google Analytics und dem Blogcounter demonstrierte, was man so alles aus scheinbar harmlosen Webserver-Zugriffen herausholen kann. Alleine für diese Gesichter, dieses offensichtliche Aufleuchten einer Glühbirne über den Köpfen hat sich der Vortrag schon gelohnt.
Leider war die Zeitplanung etwas chaotisch, so daß etwa ein Viertel des Vortrags unter den Tisch fallen mußte - der Teil, der sich um die Persönlichkeitsrechte gedreht hätte. Nun ja, vielleicht beim nächsten Digital Rights Day. Ich wäre jedenfalls jederzeit wieder dafür zu haben.