Die
Kommerzialisierung des Spreeblick-Blogs nimmt der Focus zum Anlaß, über
Blogs als Markt- und Medienfaktor zu schreiben.
Irgendwie habe ich bei der Lektüre des Artikels ein deja vu (fehlende Akzente bitte selbst hinzufügen, ich habe sie schon in meinem einzigen Jahr Französisch nie kapiert und deshalb weitestgehend ignoriert). Das ganze erinnert mich an das Aufkommen des WWW: Zuerst als Spielerei von ein paar Technikern abgetan und belächelt, dann als mächtiges Medium erkannt, von den etablierten Medien als Konkurrenz gefürchtet und daher gnadenlos kommerzialisiert. Irgendwann wurde dann mehr und mehr die juristische Keule bemüht, um unbequeme Stimmen klein zu halten.
Hoffen wir, daß es der Blogosphäre anders ergeht. Einerseits ist die Kommerzialisierung eines Mediums sicherlich ein Zeichen dafür, daß es erwachsen wird und auch außerhalb der eigenen Kreise Beachtung findet. Andererseits ist der Moment, in dem Geld ins Spiel kommt, immer kritisch. Denn bei Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf, und das Abstecken und Verteidigen des eigenen Claims beginnt. Wann werden wir wohl die ersten kostenpflichtigen Trackbacks und die ersten Abmahnungen wegen unerwünschter Zitate sehen?