Monday, March 15. 2010
... wie sich ein Güterzug anhört, der gerade entgleist. Eigentlich gar nicht so außergewöhnlich, jedenfalls aus ein paar hundert Metern Entfernung. Eher so, daß man denkt: "Hoppla, da hat sich der Meister wohl etwas verbremst und mußte den Anker werfen." Erst durch das etwas später zu hörende massive Feuerwehraufgebot wurde klar, daß da wohl etwas mehr als eine Schnellbremsung passiert sein mußte.
Auf der Schusterbahn dürfte der Güterverkehr in den nächsten Tagen jedenfalls etwas beeinträchtigt sein: Heute um 20:50 Uhr ist ein Kesselwagenzug aus Richtung Kornwestheim bei der Einfahrt in den Bahnhof Stuttgart-Untertürkheim entgleist, und dem Geruch nach ist von dem anscheinend geladenen Diesel/Heizöl etwas ausgelaufen. Wenn dem so ist, dürfte erst einmal eine Sanierung des betroffenen Gleisbetts fällig sein.
( Hier gibt es ein Luftbild der Umgebung. Der/die entgleiste(n) Wagen stehen in etwa in Höhe des Parkhauses - das runde Gebäude in Bildmitte. Das Ende des Zuges ist etwa beim "A" von "Augsburger Straße". Der Zug kam von Norden.)
Update: Bei der Stuttgarter Zeitung gibt es mittlerweile nähere Informationen und Bilder. Zum Glück gab es nur leichte Verletzungen, und auch die Menge des ausgelaufenen Diesels hält sich mit 1000 Litern in Grenzen.
Zweites Update: Wie man auf dem (im Vorbeifahren aus der S-Bahn aufgenommenen) Bild sieht, dürften die Aufräumarbeiten in der Tat etwas länger dauern:
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Wednesday, February 24. 2010
Wiegt ein einmaliges Vergehen, bei dem niemand geschädigt oder auch nur konkret gefährdet wurde, dessen strafrechtliche Ahndung vermutlich durch Strafbefehl erfolgen wird - wiegt ein solcher "Ausrutscher", wie die meisten Menschen wohl sagen würden, tatsächlich so schwer, daß man von allen seinen kirchlichen Ämtern zurücktreten muß? Gegen den Vertrauensausspruch seiner Kollegen, gegen die Bitte vieler Menschen, aus dem nächsten Umfeld und aus weiter Ferne? Und obwohl das, was da passiert ist, auf den ersten Blick nichts mit dem eigenen Amt zu tun hat?
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Monday, November 30. 2009
... es war ja sehr nett von euch, unter anderem auch mir einen Gutschein für Visitenkarten und Adressaufkleber zukommen zu lassen. Ja, ich habe ihn eingelöst. Nein, ich halte die Karten und Aufkleber noch nicht in den Händen - was hauptsächlich daran liegt, daß ihr mit DPD versendet. (Würdet ihr DHL nutzen, hätte ich die Sendung vermutlich heute nach der Arbeit aus der Packstation geholt, statt einen Zettel im Briefkasten zu haben.)
Ich kann ja auch verstehen, daß ihr ungeduldig wie das Kind vor der Bescherung darauf wartet, daß ich etwas darüber schreibe. Es wäre trotzdem sehr nett, wenn ihr aufhören würdet, mein Blog deswegen zu DoSen. Es war heute schon das zweite Mal, daß ich per .htaccess-Eintrag die Notbremse ziehen und www1.logiprint.com von meinem Blog aussperren mußte, weil die Last der anscheinend versuchten kompletten Spiegelung für meinen kleinen Rootserver zu groß wurde. Auch wenn ich da vielleicht noch etwas an der Datenbank optimieren kann: Laßt es bitte bleiben. Beim nächsten Mal wird die Sperrung dauerhaft sein, und daß so etwas meine Meinung über euch nicht unbedingt positiv beeinflußt, könnt ihr euch vermutlich auch denken.
(Wenn ich mich richtig erinnere, sind wir uns übrigens schon einmal begegnet. 1994, mit unserer Abizeitung. Auch wenn ihr damals noch nicht Logiprint hießt...  )
Tuesday, November 24. 2009
... bis man endlich die Zeit gefunden hat, den perfekten Gleisplan zu zeichnen... und das Regal auszumisten... und das Material aus dem Bau- und Hobbyparadies zu besorgen.
Wenn sie einfach lockt, die Sehnsucht. Dann tut es auch das Gleisoval auf dem Fußboden.
Wie damals, vor 29 Jahren, unter dem Weihnachtsbaum. Die Schienen waren aus Blech, der Trafo war blau, und die Lok zog zwei Personenwagen und hatte einen Funkenfänger-Schornstein. Aber das Gefühl ist das Gleiche, wenn der Zug unermüdlich seine Kreise dreht.
Einfach nur Glück.
Friday, September 25. 2009
Nein, keine Sorge: Ich bin nicht in meinem Urlaub verloren gegangen - auch wenn der Urlaub wetterbedingt etwas anders als geplant verlief (was noch einmal einen eigenen Blogeintrag wert ist). Ich hatte nach meiner Rückkehr nur wieder eine meiner eher unkreativen, schreibfaulen Phasen.
Trotzdem gibt es heute einen Blogeintrag, mit einer dringenden Bitte an meine Leser welcherlei Geschlechts auch immer: Übermorgen, am Sonntag, den 27. September, ist Bundestagswahl. Bitte -
GEHT WÄHLEN!
Ich habe eine Präferenz, bei der ich mich über ein möglichst gutes Abschneiden freuen würde. Ihr habt da eventuell eine andere. Vielleicht wisst ihr auch noch gar nicht, wie ihr euch entscheiden sollt - dann können euch vielleicht "Wen wählen?" oder der Wahl-O-Mat weiterhelfen. Aber wie auch immer ihr euch entscheidet: Macht eure beiden Kreuze auf dem Zettel, und werft ihn in die Urne. Nicht (oder ungültig) zu wählen hilft im Zweifel denen, die man nicht stützen möchte. (Mal ganz abgesehen davon, daß mir persönlich ein wenig das Verständnis für Leute fehlt, die über "die da oben" schimpfen und dann, wenn es ernst wird, ihre demokratischen Rechte nicht ausüben.)
Ich werde am Sonntag wieder als Wahlhelfer im Wahllokal sitzen. Und auch wenn ich genug Lesestoff habe, um Langeweile zu vertreiben - lieber wäre es mir und meinen Mitstreitern im ganzen Land, wenn erst gar keine Langeweile aufkommen würde.
Also: Wir sehen uns am Sonntag, oder?
Tuesday, August 11. 2009
Es ist mal wieder so weit, und diesmal geht es in den Norden:
Morgen in einer Woche liege ich um diese Zeit im Schlafwagen des CNL 482 "Vega" auf dem Weg nach København Hovedbanegård. Von dort geht es dann mit dem Rad über Helsingør und Helsingborg nach Lund, wo ich wieder vier Nächte in einem Zug verbringen werde. Danach geht es an die andere Seite Schonens nach Brantevik, einem Ortsteil von Simrishamn. Von dort nach drei Nächten über Ystad und Trelleborg auf die Nachtfähre nach Travemünde, und dann via Lauenburg, durch die Hildesheim zu meiner Liebsten nach Göttingen.
Wünscht mir möglichst wenige Pannen, dann kann ich euch viele Bilder mitbringen.
Friday, July 3. 2009
Dieser Beitrag war ursprünglich ein Kommentar in Kristians Blog, der irgendwie immer länger wurde...
Kristian kritisiert Julia Seeligers Begründung dafür, nicht zu den Piraten zu gehen (die, vermutlich nicht allzu überraschend, in weiten Teilen auch die meine ist), unter anderem so:
In fünf Jahren haben wir kein Netz mehr, das der Rede wert wäre, wenn unsere Politiker so weiter machen wie bisher. Das Problem besteht jetzt und wir brauchen jetzt eine sinnvolle Netzpolitik. Und nicht eine Grünenfraktion, bei der sich die Hälfte bei einer Abstimmung zu Zensurgesetzen wegen 'Ich hab das Problem nicht verstanden' sicherheitshalber feige enthält.
Mir ist, offen gestanden, eine Partei lieber, deren innerparteiliche Struktur es zulässt, daß sich 30 % der Abgeordneten aufgrund einer anderen Meinung oder fehlendem Wissen und Zweifeln bei einem Thema enthalten, als eine Partei, bei der alle persönlichen Zweifel dem Kadavergehorsam der Gier nach dem Listenplatz dem Fraktionszwang untergeordnet werden. Demokratie bedeutet, die anderen vom eigenen Standpunkt zu überzeugen und ggf. in Kauf zu nehmen, daß sie eine andere Meinung haben. Und nicht etwa, andere Meinungen niederzubrüllen mit dem Argument, daß man ja Geschlossenheit zeigen müsse. Das ist in meinen Augen hart an der Grenze zur Feigheit, weil es zeigt, daß man sich nicht mit den Argumenten der anderen auseinandersetzen mag. Aufgrund einer eigenen Überzeugung entgegen der Masse zu stimmen zeugt von Mut, und nicht etwa von Feigheit.
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Saturday, June 20. 2009
In Webforen und diversen Blogs werden gerade 15 Bundestagsabgeordnete medial geschlachtet, bis hin zur Aufforderung, doch nach drüben zur SPD oder CDU zu wechseln. Warum? Sie haben es gewagt, sich im Bundestag der Stimme zu enthalten.
Sind das nun 15 Verräter? Nein! In meinen Augen sind es 15 Demokraten, und die Grünen sind vielleicht die einzige derzeit im Bundestag vertretene Partei, die verstanden hat, was Demokratie bedeutet.
Continue reading "Grüne Verräter? Nein, grüne Demokraten!"
Wednesday, June 17. 2009
... schmilzt den Bauch. (Oder so ähnlich, nur um zur Abwechslung mal wieder etwas unpolitischer zu werden.)
Nachdem ich vor anderthalb Jahren krankheitsbedingt geraume Zeit ein wenig bewegungseingeschränkt war, hatten sich ein paar Kilo zu viel in der Bauchgegend angesammelt. Diese erwiesen sich bislang als unangenehm hartnäckig, was vermutlich nicht zuletzt an meiner Faulheit mangelnden sportlichen Betätigung gelegen haben dürfte.
Aber das wird ab sofort anders: Mein braves, gutes altes Hollandrad hat eine nagelneue Gangschaltung bekommen - die alte war nach einer deutlich vierstelligen Kilometerzahl einfach am Ende ihres Lebens angelangt -, und zumindest bei trockenem Wetter habe ich mir für die Zukunft folgenden Arbeitsweg vorgenommen:
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