Monday, April 14. 2008
finch:~# uptime
20:19:22 up 584 days, 6:48, 3 users, load average: 986.68, 983.99, 977.27
Das ist die bislang höchste von mir je beobachtete Load auf einem Unix-System. Und ja, finch hat diesen unfreiwilligen Lasttest überlebt, und ich schreibe jetzt hundertmal "Du willst endlich das rate limiting in die exim-Konfiguration einbauen!".
Friday, February 22. 2008
Das kleine Schwarze habe ich mir nicht etwa zugelegt, weil ich im Lotto gewonnen und deshalb zu viel Geld habe. Vielmehr habe ich seit dem 1. Februar einen neuen Arbeitgeber - und der sitzt in Karlsruhe. Für mich bedeutet das, daß ich bis auf weiteres (arbeits-)täglich von Stuttgart nach Karlsruhe und zurück pendele - ein Umzug wird aus diversen Gründen nicht vor dem Jahr 2009 stattfinden. Die BahnCard 100 ist da gegenüber den sonst nötigen drei Monatskarten (Stadtverkehr Stuttgart, Bahn Stuttgart - Karlsruhe, Stadtverkehr Karlsruhe) die günstigere Variante.
Für manchen mag die Vorstellung, jeden Tag etwas über eine Stunde pro Richtung mit dem Zug zur Arbeit zu fahren nicht besonders angenehm sein. Ich persönlich habe mich allerdings sehr schnell daran gewöhnt, zumal ich ja auch sonst gerne Bahn fahre. Das Frühstück findet jetzt halt im Zug statt - der IC 2164 ist normalerweise nicht überfüllt, so daß ich eine Sitzreihe für mich alleine habe und es mir gemütlich machen kann. Auf meinem Laptop habe ich meine Mail (per OfflineIMAP) und meine Stamm-Usenetgruppen (per slrnpull) dabei, und mit ScribeFire habe ich endlich auch einen Offline-Editor für mein Blog gefunden, mit dem sich gut arbeiten läßt - zumindest sieht es bislang so aus. (Über mein Setup wird es demnächst noch ein paar Artikel geben, die die Einrichtung der einzelnen Programme näher beschreiben.) Dazu noch ein paar Croissants vom Bahnhofsbäcker, ein guter Tee aus der Thermosflasche, und der Tag kann entspannt beginnen. Und ähnlich entspannt geht es am Abend auf der Rückfahrt zu. Pünktlichkeitsprobleme? Gab es bislang keine - die Bahn ist da deutlich besser als ihr vorurteilsbehafteter Ruf.
Ich fühle mich wohl so. Mit einem Auto tauschen? Niemals, solange die Voraussetzungen so bleiben, wie sie derzeit sind. Warum auch? Und wenn ich mir meine Stammzüge so anschaue, dann bin ich längst nicht der einzige Pendler, der ähnlich denkt.
Friday, August 17. 2007
... waren es am Ende, wenn ich alle Tagesetappen zusammenrechne. Nein, ich bin trotz wechselhaftem Wetter nicht nass geworden (habe mir dafür aber gleich am ersten Tag einen Sonnenbrand geholt) und nein, ich hatte auch keine Panne.
Mehr gibt es demnächst in diesem Theater Blog. Jetzt hat erstmal die Erholung Vorrang.
Sunday, August 12. 2007
Nicht daß es hier in den letzten Tagen neue Inhalte gegeben hätte - irgendwie hat mir entweder die Zeit oder die Lust gefehlt, oder beides gleichzeitig. Und daran wird sich bis zum Ende der nächsten Woche vermutlich nichts ändern, denn ich bin jetzt erst einmal unterwegs und darum netzlos.
Bis nächstes Wochenende also!
Wednesday, June 6. 2007
Der Countdown läuft - in etwas weniger als zwei Stunden sitze ich im Zug nach Köln. Dieses Blog läuft bis einschließlich Sonntag weitgehend auf Autopilot - besonders die Freischaltung von Trackbacks kann sich etwas verzögern.
Allen Kirchentagsbesuchern unter meinen Lesern wünsche ich eine gesegnete Zeit in Köln!
Saturday, March 24. 2007
Wer als digitaler Nomade auf dem Weg durch die weite Welt einen Aufenthalt am Hauptbahnhof Heidelberg einzulegen hat, hat es gut: Dort gibt es mit dem "Zapata" ein nettes, gemütliches Lokal, das neben Getränken zu zivilen Preisen (ein Tee für 2,10 € ist nun wirklich im Rahmen) noch kostenloses WLAN bietet. Ja, genau - Netzzugang für umsonst. Und das nicht etwa unabsichtlich fehlkonfiguriert, sondern wirklich hochoffiziell: "WLAN for free" steht groß neben dem Eingang.
Eine angenehme Überraschung, und etwas, von dem sich Stuttgart eine große Scheibe abschneiden könnte.
Saturday, March 10. 2007
Nachdem ich jetzt ja mobiles Internet habe, lag der Gedanke nahe, dieses auch mal etwas intensiver in der Praxis zu testen. Gesagt, getan, mit einem interessanten Ergebnis:
- Es macht anscheinend in der Praxis keinen großen Unterschied, ob man in einem IC-Großraumwagen (mit metallbedampften Scheiben), einem ICE-Abteil ohne GSM-Repeater oder einem ICE-Großraum mit GSM-Repeater sitzt - auch wenn die Theorie anderes erwarten läßt.
- ICE-Neubaustrecken scheinen sehr großzügig mit GSM-Sendern ausgestattet zu sein. Jedenfalls war sowohl zwischen Stuttgart und Vaihingen (Enz) als auch zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Fulda das Netz als "brauchbar" zu bezeichnen, trotz diverser Tunnel.
- Sobald man sich von einer Neubaustrecke entfernt, läßt die Netzqualität drastisch nach, sehr schnell bis zur Unbrauchbarkeit.
Interessanterweise korrelieren Unbrauchbarkeit für GPRS-Betrieb und Unbrauchbarbeit für Sprachtelefonie nicht(!) zwingend miteinander. Auf den oben angesprochenen Neubaustrecken ist meiner Erfahrung nach kein stabiles Sprachtelefonat zu führen. GPRS hingegen kämpft zwar mit teilweise extrem hohen Latenzen, verliert aber die Verbindung auf der Neubaustrecke nicht komplett. Umgekehrt kann man zwischen Fulda und Frankfurt streckenweise recht gut telefonieren, während GPRS dort gar nicht zur Zusammenarbeit zu überreden war.
Fazit: GPRS taugt eher für die stationäre Anwendung (wie jetzt gerade im Starbucks an der Calwer Straße in Stuttgart, das ebenfalls kein frei verfügbares WLAN hat), für die wirklich mobile Anwendung ist es nur auf bestimmten Strecken begrenzt brauchbar. Aber eine Alternative zum T-Com-WLAN ist es trotzdem.
Sunday, February 25. 2007
Ein Drama in vier Akten
Natürlich könnte ich als digitaler Nomade meine GPRS-Karte nutzen. Aber für größere Datenmengen ist sie trotz des günstigen Simyo-Tarifs zu teuer - und GPRS auch zu langsam. Daher dieser Feldversuch: Ist es in einer Stadt wie Stuttgart möglich, an halbwegs belebten Orten einen anderen Netzzugang zu finden?
Continue reading "Digitaler Nomade in Stuttgart - Ein Feldversuch"
Auf dem Weg von der Metztraße zum Augsburger Platz:
- 205 WLANs im 802.11b-Frequenzbereich, davon
- 46 Netzwerke komplett ohne Verschlüsselung (10 davon verstecken immerhin ihre SSID, 4 weitere klingen nach einem kommerziellen Betreiber),
- 83 Netzwerke ausschließlich mit WEP-Verschlüsselung, die zu brechen ist (14 davon mit versteckter SSID; 28 mit einer SSID, die auf eine Standardkonfiguration des Geräteherstellers oder Providers schließen lässt), und
- 76 Netzwerke, die alternativ oder ausschließlich mit WPA-Verschlüsselung arbeiten.
Schlußfolgerung: Die Zeit der unsicheren Werkskonfigurationen scheint langsam zu Ende zu gehen - unter den WPA-Netzwerken waren auffallend viele Fritzboxen und andere moderne WLAN-Router. Es gibt aber noch genügend unsichere Altinstallationen, die Angriffspunkte bieten.
Thursday, January 19. 2006
Es gibt viele Blogs, in denen Blogger über ihre Arbeit berichten. Ob aus der Perspektive des Chefs wie beim Shopblogger oder Hostblogger oder im Lawblog, oder aus der Perspektive des Angestellten wie in manchen Beiträgen von Isotopp. Auch ich hätte als Angestellter bei einem mittelständischen Internetprovider mit angeschlossener Werbeagentur (oder auch anders herum, wie man will) sicherlich einiges zu schreiben. Und manchmal juckt es mir in den Fingern.
Aber ich habe mich dagegen entschieden, von meiner Arbeit zu bloggen. Auch wenn es eine Art "Schere im Kopf", eine Selbstzensur also, ist.
Ein Grund dafür ist, daß ich hier nicht einseitig schreiben will. Ich w&uunl;rde nicht nur die netten und witzigen Seiten meiner Arbeit schildern wollen, sondern auch die Dinge, die mich ärgern und stören. Aber die Frage ist: Würde ein Arbeitgeber auch die zweite Art von Artikeln akzeptieren oder zumindest tolerieren? Ein "Nein" auf diese Frage hin muß kein Zeichen von mangelnder Zivilcourage sein - wenn ein großer Kunde einem mittelständischen Unternehmen die Aufträge entzieht, kann das sehr schnell existenzbedrohend werden. Aber ich will keinen Blogartikel löschen müssen, weil sich irgendwer daran stößt,
Ein anderer Grund ist meine arbeitsvertragliche Verschwiegenheitspflicht. Ich nehme so etwas sehr ernst - "pacta sunt servanda" ist einer der ersten Grundsätze, die man als Jurastudent lernt, und ich möochte nicht dagegen verstoßen.
Und letztendlich ist es so, wie Brecht sagte: "Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral." Und deshalb lasse ich mein Arbeitsleben auf der Arbeit und nicht in dieses Blog. Auch wenn mich mancher meiner Leser vielleicht für feige hält. Aber diesen sei gesagt: Auch ich habe meine Grundsätze und tue manche Dinge nicht, für kein Geld der Welt. Auch wenn ich dadurch, wie schon geschehen, eine Stelle nicht bekomme oder, wie es hoffentlich nie geschehen wird, eine Stelle dadurch verliere. Aber wenn schon, dann für einen wichtigen Grund.
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