... es war ja sehr nett von euch, unter anderem auch mir einen Gutschein für Visitenkarten und Adressaufkleber zukommen zu lassen. Ja, ich habe ihn eingelöst. Nein, ich halte die Karten und Aufkleber noch nicht in den Händen - was hauptsächlich daran liegt, daß ihr mit DPD versendet. (Würdet ihr DHL nutzen, hätte ich die Sendung vermutlich heute nach der Arbeit aus der Packstation geholt, statt einen Zettel im Briefkasten zu haben.)
Ich kann ja auch verstehen, daß ihr ungeduldig wie das Kind vor der Bescherung darauf wartet, daß ich etwas darüber schreibe. Es wäre trotzdem sehr nett, wenn ihr aufhören würdet, mein Blog deswegen zu DoSen. Es war heute schon das zweite Mal, daß ich per .htaccess-Eintrag die Notbremse ziehen und www1.logiprint.com von meinem Blog aussperren mußte, weil die Last der anscheinend versuchten kompletten Spiegelung für meinen kleinen Rootserver zu groß wurde. Auch wenn ich da vielleicht noch etwas an der Datenbank optimieren kann: Laßt es bitte bleiben. Beim nächsten Mal wird die Sperrung dauerhaft sein, und daß so etwas meine Meinung über euch nicht unbedingt positiv beeinflußt, könnt ihr euch vermutlich auch denken.
(Wenn ich mich richtig erinnere, sind wir uns übrigens schon einmal begegnet. 1994, mit unserer Abizeitung. Auch wenn ihr damals noch nicht Logiprint hießt... )
Kristian zeigt in seinem Blog anhand der aktuellen Probleme der Wikipedia, was so alles in sich eigentlich als offen für Neulinge verstehenden Gruppen schiefgehen kann, und wie man es besser machen könnte. Es lohnt sich, diesen Artikel zu lesen - auch wenn man Kristian nicht mag oder mit seiner Sicht der Welt häufig nicht einverstanden ist. Und sei es nur wegen dieser Eckpunkte für konstruktive Arbeit an und mit Neulingen, die seinerzeit in der und für die Usenet-Gruppe de.comp.lang.php entstanden sind:
Kristian hat wieder einmal eine kreative Phase, und deshalb habe ich für meine Leser gleich zwei Lese-Empfehlungen für diesen nassen lauen Sommerabend:
Für die nicht so tief in der Technik steckenden Leser erklärt Kris mit Bussen (und Kugelschreibern) und Unterstützung seiner Leser, was dieses Internet eigentlich ist. Für alle, die schon immer interessiert hat, wie die Bilder auf ihren Bildschirm kommen und die geren verstehen möchten, warum ihr Computer keine Internetbuchse hat.
Für die technikaffinen Leser zeigt Kris das grundlegende Verständnisproblem auf, das ein großere Teil von Politik und Gesellschaft mit den Sperrungsgegnern hat. Mein Fazit persönliches Fazit daraus: "Du doof!" sagen und/oder Fundamentalopposition sind zum Scheitern verurteilt - wir, die wir wissen, wie das Netz funktioniert und tickt, haben die verdammte Pflicht, den Erklärbären zu machen. Und wenn es zum hunderttausendsten Mal sein muß. Und zwar in einer Sprache, die unser Gegenüber versteht, und an den Orten und in den Gruppen, in denen es auftritt. Ja, das ist ein hartes Brot. Aber es ist die einzig mögliche Lösung.
Ich verlinke mittlerweile ja eher selten einfach nur auf Artikel in Online-Newstickern - meine Stammleser lesen vermutlich ohnehin sehr ähnliche RSS-Feeds wie ich, und mit inhaltsleeren Verlinkungen nach Klicks zu gieren ist mir einfach zu doof.
Denn dieser Artikel erklärt kurz und dicht, was da eigentlich gerade passiert. Warum auf einmal sogar Eltern und Opfer von Kindesmissbrauch sich gegen eine als "Schutz vor Kinderpornographie" verkaufte Gesetzesinitiative wenden - von den mittlerweile über 100.000 (in Worten: einhunderttausend!) Mitzeichnern einer Petition, die sich mit ihrem vollen Namen ebenfalls dagegen aussprechen, ganz zu schweigen. Sie alle äußern sich gegen einen Gesetzenwurf, der in Wahrheit bestenfalls ein Placebo ist, ein eklatanter Verstoß gegen Grundsätze unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung:
Die Unterzeichner der Netzpetition sind nicht für Kinderpornografie im Netz. Sie halten von der Leyens Filter nur für keine sinnvolle Lösung, weil er die Quellen der schlimmen Bilder unberührt lässt, weil er sich leicht umgehen ließe - und sie wehren sich dagegen, dass künftig eine Polizeibehörde als oberster Zensor über falsch und richtig im Netz entscheiden soll. [...] man stelle sich vor, eine Regierung versuchte heute, kurz vor einer Bundestagswahl, noch schnell ein Gesetz durchzupeitschen, das Folgendes vorsieht: Jedes Druckwerk, das in Deutschland erscheint, jede Zeitung, jedes Buch und jedes Flugblatt, muss künftig dem BKA zur Beurteilung vorgelegt werden. Das erstellt dann Listen mit Druckwerken, die zu übel sind, um publiziert zu werden. Geheime Listen.
Das Land wäre in Aufruhr.
Das alles sollte man sich in aller Ruhe durchlesen - gerade dann, wenn man nicht zu den typischen Lesern dieses Blogs gehört, gerade dann, wenn man ansonsten mit dem Netz nicht viel zu tun hat. (Und wenn man gerade schon dabei ist, kann man gleich bei der Petition weiterlesen und überlegen, ob man sie mitzeichnen möchte.)
Mag sein, daß das hier gerade ein Strohfeuer ist, ein Sturm im Wasserglas, in einem halben Jahr vergessen. Vielleicht war der leyenhafte Versuch, wieder einmal von außen und frei von jeder Sachkenntnis über das Netz zu bestimmen aber auch der Tropfen, der das Faß endgültig zum Überlaufen gebracht und eine kritische Masse der Netzbewohner zu nachhaltigem politischemHandeln bewegt hat.
Nils und Aleks hatten eine verrückte nette Idee: Ein paar Leute zusammensuchen, die gerne fotografieren, und diese ab Montag jeden Tag ein Bild machen und ins Netz stellen lassen - und zwar die nächsten 42 Tage lang. Die Idee reizt mich, und deshalb mache ich mit - mal sehen, was dabei herauskommt. Vermutlich fallen auch ein paar Bilder für das Blog ab, damit ihr nicht wieder so lange auf den nächsten Eintrag warten müßt.
Nachdem es hier schon länger keinen Katzencontent mehr gab, will ich meinen Lesern diese Perle aus den Weiten des YouTube-Archivs nicht vorenthalten. Lehnt euch einfach zurück und entspannt euch fast drei Minuten lang!
(Für die GrünschnäbelKüken jüngeren Leser: Ja, so etwas wurde in den 1980ern wirklich in voller Länge im Fernsehen gesendet. Damals gab es halt noch Lücken im Programm, und auf YouTube findet man die Lückenfüller alle: Antje vom NDR, den NDR-Ballon, den Würfel vom WDR... )
Dieses Video dient der Planerfüllung des Blogs am Datentrampelpfad im Bereich Katzencontent.
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