Wie
Heise online schreibt, kann man in einem baden-württembergischen Supermarkt erstmals per Fingerabdruck bezahlen. Man muß sich dafür bei dem Geschäft registrieren und eine Bankverbindung angeben, die Abrechnung erfolgt dann per Lastschrift. Der Fingerabdruck dient quasi als virtuelle ec-Karte.
Grundsätzlich ist das ein interessanter Ansatz, finde ich. Einen Finger kann man (im Gegensatz zu einer ec-Karte) nicht "einfach so" verlieren, und durch das Lastschriftverfahren lassen sich unberechtigt erfolgte Transaktionen wieder rückgängig machen. Allerdings besteht natürlich die Gefahr, daß mit
auf einfache Weise gefälschten Fingerabdrücken Transaktionen durchgeführt werden und der vermeintliche Käufer dann in Beweisnot kommt, da ein Fingerabdruck gemeinhin als eindeutig und fälschungssicher gilt - zumindest in der breiten Öffentlichkeit. (Allerdings dürften Manipulationen an einer personalbesetzten Kasse eher auffallen als an einem einsamen Türkontrollsensor oder ähnlichem.) Und es ist natürlich ein Speicherort mehr für einen Datensatz mit biometrischen Merkmalen.
Trotzdem ist es ein interessantes Projekt, finde ich. Ich bin gespannt, ob es sich in der Praxis bewährt.
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