Kristian schreibt über
die Verwendung der eigentlich dafür untauglichen IP-Adresse als Identifizierungsmerkmal - mangels einer bessern Möglichkeit in vielen Fällen - und kommt zu dem Schluß, daß das immer noch besser ist als ein
Chipkarten-Personalausweis als "Zündschlüssel".
Ich bin mir da mittlerweile nicht mehr so sicher. In Anbetracht der immer lästiger und zumindest potentiell gefährlicher werdenden Würmer, die sich unter anderem durch ungesicherte Rechner mit ungeeigneten Betriebssystemen und ungeschulten Benutzern verbreiten (und mit denen meiner Meinung nach bislang noch kein wirklich ernsthafter Angriff gefahren wurde - obwohl das Potential dafür da draußen im Netz längst vorhanden sein dürfte), hat ein nur nach zuverlässiger Authentifizierung benutzbarer Rechner doch einen deutlichen Charme.
Und ja, ich sehe die datenschutzrechtlichen Probleme durchaus, und ich habe schon am eigenen Leib erfahren, warum Anonymität mitunter nötig und häufig erstrebenswert ist. Aber in meinen Augen sind "Anonymität" und "Datenvermeidung" keine absoluten Ziele, denen sich alles andere unterzuordnen hat, sondern Teil einer Abwägung. "Ermittlung von Verursachern" ist ebenfalls ein legitimer Teil dieser Abwägung, ebenso wie "Störungseingrenzung", "Leistungsberechnung" und noch viele andere Dinge. Und ganz offen: Ich glaube nicht, daß ich ein völlig anonymes Netz will.
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