Wenn ich mir so das derzeitige deutsch-polnische Verhältnis anschaue, dann muß ich mich immer sehr zusammenreißen, um nicht den Kopf zu schütteln. Oder um nicht aufzuspringen und gewisse Menschen in einen Sack zu stecken und kräftig draufzuhauen. Man träfe garantiert immer den Richtigen.
Ein Grund, sich seinerzeit über den Ende des Ost-West-Konflikts zu freuen, war die Aussicht auf ein geeintes Europa (oder zumindest auf ein geeintes große-Teile-von-Europa). Nach Jahrhunderten von immer verheerenderen Kriegen auf diesem Kontinent sicherlich nicht die schlechteste Idee. Nun gehört zu so einer Vision zwingend dazu, daß alle Beteiligten bereit sind, unter alte Rivalitäten einen Schlußstrich zu ziehen und zu sagen "Was geschehen ist, ist geschehen und darf nicht vergessen werden, damit es sich nicht wiederholt - aber wir fangen hier und jetzt neu an." Genau das scheint aber einigen Leuten nicht in den Kram zu passen. Besonders hervor tun sich derzeit die
Preußische Treuhand auf der einen und der Staatspräsident Polens,
Lech Kaczynski auf der anderen Seite.
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