Das
kleine Schwarze habe ich mir nicht etwa zugelegt, weil ich im Lotto gewonnen und deshalb zu viel Geld habe. Vielmehr habe ich seit dem 1. Februar einen neuen Arbeitgeber - und der sitzt in Karlsruhe. Für mich bedeutet das, daß ich bis auf weiteres (arbeits-)täglich von Stuttgart nach Karlsruhe und zurück pendele - ein Umzug wird aus diversen Gründen nicht vor dem Jahr 2009 stattfinden. Die BahnCard 100 ist da gegenüber den sonst nötigen drei Monatskarten (Stadtverkehr Stuttgart, Bahn Stuttgart - Karlsruhe, Stadtverkehr Karlsruhe) die günstigere Variante.
Für manchen mag die Vorstellung, jeden Tag etwas über eine Stunde pro Richtung mit dem Zug zur Arbeit zu fahren nicht besonders angenehm sein. Ich persönlich habe mich allerdings sehr schnell daran gewöhnt, zumal ich ja auch sonst gerne Bahn fahre. Das Frühstück findet jetzt halt im Zug statt - der IC 2164 ist normalerweise nicht überfüllt, so daß ich eine Sitzreihe für mich alleine habe und es mir gemütlich machen kann. Auf meinem Laptop habe ich meine Mail (per
OfflineIMAP) und meine Stamm-Usenetgruppen (per
slrnpull) dabei, und mit
ScribeFire habe ich endlich auch einen Offline-Editor für mein Blog gefunden, mit dem sich gut arbeiten läßt - zumindest sieht es bislang so aus. (Über mein Setup wird es demnächst noch ein paar Artikel geben, die die Einrichtung der einzelnen Programme näher beschreiben.) Dazu noch ein paar Croissants vom Bahnhofsbäcker, ein guter Tee aus der Thermosflasche, und der Tag kann entspannt beginnen. Und ähnlich entspannt geht es am Abend auf der Rückfahrt zu. Pünktlichkeitsprobleme? Gab es bislang keine - die Bahn ist da deutlich besser als ihr vorurteilsbehafteter Ruf.
Ich fühle mich wohl so. Mit einem Auto tauschen? Niemals, solange die Voraussetzungen so bleiben, wie sie derzeit sind. Warum auch? Und wenn ich mir meine Stammzüge so anschaue, dann bin ich längst nicht der einzige Pendler, der ähnlich denkt.
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