serotonic (Link via
Garvin) spricht mir aus der Seele: Täglich stürzt mehr Information auf mich ein, als ich überhaupt verarbeiten kann, und trotzdem ist es verdammt schwierig, Quellen und Artikel einfach loszulassen.
Bei mir sind es weniger die Blogs - ich schaue nicht einmal wirklich regelmäßig rein, nur dann, wenn es mir gerade einfällt, und schreibe selbst noch unregelmäßiger. Aber in meinem Usenet-Newsreader habe ich -zig Gruppen abonniert, die "irgendwie interessant" sind, und schiebe eine deutlich vierstellige Zahl von ungelesenen Artikeln vor mir her. Auch wenn dort das Scoring in meinem Newsreader die Auswahl erleichtert und es mir mittlerweile ziemlich leicht fällt, ungescorete Artikel einfach als "gelesen" zu markieren (oder mein Newsreader das bei einem negativen Score selbst macht).
Woher kommt dieses "nicht loslassen können"? Ist es einfach extreme Neugierde? Oder Angst, irgendwas zu verpassen, wenn man gerade nicht hinsieht? Vielleicht sollte man sich öfter mal bewußt machen, daß die Welt sich auch dann weiterdreht, wenn man nicht hinsieht, und daß auch das Netz ohne einen weiterläuft.
(Und wo bekomme ich ein Scorefile für Blogs her, das von einem lokal installierten Programm unabhängig ist?)
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