Die deutsche Automobilindustrie
wehrt sich vehement gegen eine gesetzliche Verpflichtung, den CO
2-Ausstoß von Neuwagen auf 120 Gramm pro gefahrenem Kilometer zu begrenzen - nachdem absehbar ist, daß sie eine Selbstverpflichtung zu einer Begrenzung auf 140 Gramm pro Kilometer nicht einhalten wird. Und wie in solchen Dingen üblich wird natürlich die Arbeitsplatzkeule geschwungen - DaimlerChrysler behauptet zum Beispiel, dann die Prduktion der C-, E- und S-Klasse einstellen zu müssen, was 65.000 Arbeitsplätze kosten würde. Und wie ebenfalls üblich, stoßen auch die Gewerkschaften munter in das gleiche Horn.
Warum nur erinnert mich das an die Mitte der 1980er Jahre, als über eine verpflichtende Ausstattung von Autos mit einem Katalysator debattiert wurde? Steueranreize und Selbstverpflichtungen waren auch damals schon zahnlos gewesen, und auch damals wurde der Untergang der deutschen Autoindustrie prophezeiht.
Merkwürdig nur, daß auch heute noch in Wolfsburg, Köln, Bochum, Rüsselsheim, Sindelfingen und noch an vielen anderen Orten Autos zusammengebaut werden, die sich anscheinend nicht schlecht verkaufen, wenn man den Konzernberichten glauben mag...
Kommentare