Nach der Vorstellung des Rekordgewinns im Geschäftsjahr 2006 drängt Bahnchef Mehdorn jetzt zur Eile: In einem
Interview mit den ARD-Tagesthemen bezeichnet er die Privatisierung der Bahn (natürlich inklusive des Netzes) als "alternativlos" und für die Erwirtschaftung zukünftiger Gewinne als dringend notwendig. Wenn es nach ihm geht, sollen schon 2008 die Aktien der Deutschen Bahn AG an der Börse gehandelt werden.
Wenn man böse wäre, könnte man diese Eile darauf zurückführen, daß Mehdorn natürlich sehr genau weiß, wie der Rekordgewinn zustande gekommen ist - und daß man ein Schienennetz nur einmal
"auf Verschleiß fahren" kann. Früher oder später sind halt auch bei einem noch so strikten Sparkurs wieder Investitionen in das Bestandsnetz nötig - Investitionen, die eher langweilig sind, mit denen man nicht protzen kann, die aber trotzdem als Passiva in der Bilanz auftauchen.
Man muß die Braut halt verheiraten, solange sie noch aufgehübscht ist...
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