Bei
Spiegel Online prügeln Milchmädchen auf die Bahn ein - jedenfalls muß man das glauben, wenn man den verlinkten Artikel mit offenen Augen und
etwas Hintergrundwissen liest.
Mir liegt es fern, die DB Netz AG als Engel des Schienennetzes darzustellen - das ist sie nun wirklich nicht. Es gibt genug Beispiele dafür, daß DB Netz für die Steigerung der Unternehmensrendite quasi über Gleisleichen geht, indem sie trotz einer massiven Steigerung des Transportvolumens im Güterverkehr Ausweichmöglichkeiten rupft, Bahnhöfe auf den Minimalbestand zurückbaut und auch ansonsten gerne solange das Netz vergammeln lässt, bis das Eisenbahn-Bundesamt mal dazwischenfunkt. Es gibt also genügend Gründe für Kritik an diesem Unternehmen. Aber wenn man schon kritisiert, dann sollte man doch seine Hausaufgaben machen und nicht schlampig solche Dinge schreiben:
Laut Eisenbahn-Bundesamt bestehen mehr als 6000 Kilometer Gleise, das sind rund 18 Prozent des Streckennetzes, aus veralteten Schienen der Kategorie "S 49". Zu einem großen Teil wurden die Gleise aus bruchanfälligem Thomasstahl gefertigt. Dieses bis in die siebziger Jahre hinein verwendete Material war auch verantwortlich für den Bruch von RWE-Strommasten im Münsterland vor knapp zwei Jahren.
An diesem Absatz sind gleich mehrere Dinge falsch:
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