Die allgemeine Killerspiel-Hysterie hat nun auch Heise erreicht, wenn auch das Pendel dort zur anderen Seite ausschlägt:
heise online berichtet von einem Schreiben des LKA Baden-Württemberg, in dem Provider angeblich aufgefordert würden, dem LKA komplette Server-Images zu übersenden. Als Alternative würde auch eine Hausdurchsuchung in Aussicht gestellt.
Starker Tobak, wenn es denn so wäre. Wenn man sich aber
das entsprechende Schreiben mal anschaut, dann stellt man fest, daß dort mitnichten von einer Übersendung von Server-Images die Rede ist. Vielmehr wird ein Hoster aufgefordert, zu einer IP-Adresse gehörende Kundendaten zur Verfügung zu stellen und Images der Server
zu sichern. Eine reine Standardprozedur also, die beim Verdacht auf eine Straftat einer gewissen Schwere (und um eine solche
handelt es sich bei den Amoklauf-Androhungen vermutlich) völlig normal ist: Es werden eben mögliche Beweismittel gesichert.
Fazit: "Erst lesen, dann aufregen" gilt auch für die heise online-Redaktion.
Ein Lob gilt an dieser Stelle unserer Bundesjusitzministerin Zypries, die zwar schon so manchen Bock geschossen hat, diesmal aber im Gegensatz zum üblichen Verdächtigen Beckstein aus Bayern einen kühlen Kopf behält. Und ein Hinweise auf
eine Online-Protestaktion gegen das geplante Verbot von Ego-Shootern. Ich spiele solche Spiele selbst zwar normalerweise nicht, aber ich habe etwas gegen das Herumdoktern an Symptomen, statt sich der Ursache zuzuwenden.
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