Das
Schultergelenk des Menschen ist schon eine besondere Konstruktion. Schließlich ermöglicht es einem, den Arm dreidimensional zu bewegen, in einem Umfang, den kein anderes Gelenk erreicht: In einer Dimension (fast) um 360 Grad (Armkreisen), in den anderen Dimensionen immerhin noch um 180 Grad (vom herabhängenden bis zum über den Kopf erhobenen Arm) bzw. immer noch deutlich mehr als 90 Grad (den ausgestreckten Arm von der Brust aus in einem Kreis ausstrecken).
Jedenfalls beim gesunden Menschen. Mit der Beweglichkeit ist es nämlich vorbei, wenn eine der Sehnen reißt, die die Muskeln der
Rotatorenmanschette in der richtigen Position halten. Eine ausgeprägte Gelenkpfanne, die an dieser Stelle übernehmen könnte, gibt es beim Schultergelenk nicht. Die Folge: Der Oberarm rutscht aus der richtigen Position und läßt sich nur noch eingeschränkt (und unter Schmerzen) bewegen.
Über diese Zusammenhänge macht man sich normalerweise keine Gedanken. Und wenn man es gezwungenermaßen
doch tun muß, ist man über kleine Fortschritte schon riesig erfreut. 110 Grad frontal und seitlich sind zwar noch ein ganzes Stück von den angestrebten 180 Grad entfernt, aber schon deutlich besser als die 60 (frontal) bzw. 90 (seitlich) Grad, die zu Beginn der Reha möglich waren - nach 6 Wochen Physiotherapie, wohlgemerkt.
Ich hoffe, daß es so weiter geht.
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