Unter diesem Motto (das man im 5. Buch Mose in Kapitel 6, Vers 20 findet) stand in diesem Jahr der
30. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hannover, an dem ich in der letzten Woche teilgenommen habe.
Kirchentage sind für mich immer etwas Besonderes. Eine Gelegenheit, sich intensiver mit dem eigenen Glauben zu beschäftigen, als es der Alltag mit all seinen Anforderungen zuläßt, und einmal über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Menschen zuzuhören und mit ihnen zu reden, die ähnliche oder ganz andere Ansichten haben als man selbst. Auch wenn man nicht unbedingt Antworten bekommt, nimmt man doch Denkanstöße für sich selbst mit, und das ist eigentlich das wichtigste. Die Antworten muß man ohnehin für sich selbst finden, das kann einem niemand abnehmen. Jedenfalls ist das für mich ein zentrales Element meines (christlich-evangelischen) Glaubens, befreiend und verpflichtend zugleich: Es gibt niemanden, der mir vorschreiben kann, was und wie ich zu glauben habe - das kann nur ich selbst entscheiden, und um diese Entscheidungen treffen zu können, muß ich mich selbst immer wieder damit auseinandersetzen.
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