Nachdem ich jetzt ja
mobiles Internet habe, lag der Gedanke nahe, dieses auch mal etwas intensiver in der Praxis zu testen. Gesagt, getan, mit einem interessanten Ergebnis:
- Es macht anscheinend in der Praxis keinen großen Unterschied, ob man in einem IC-Großraumwagen (mit metallbedampften Scheiben), einem ICE-Abteil ohne GSM-Repeater oder einem ICE-Großraum mit GSM-Repeater sitzt - auch wenn die Theorie anderes erwarten läßt.
- ICE-Neubaustrecken scheinen sehr großzügig mit GSM-Sendern ausgestattet zu sein. Jedenfalls war sowohl zwischen Stuttgart und Vaihingen (Enz) als auch zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Fulda das Netz als "brauchbar" zu bezeichnen, trotz diverser Tunnel.
- Sobald man sich von einer Neubaustrecke entfernt, läßt die Netzqualität drastisch nach, sehr schnell bis zur Unbrauchbarkeit.
Interessanterweise korrelieren Unbrauchbarkeit für GPRS-Betrieb und Unbrauchbarbeit für Sprachtelefonie nicht(!) zwingend miteinander. Auf den oben angesprochenen Neubaustrecken ist meiner Erfahrung nach kein stabiles Sprachtelefonat zu führen. GPRS hingegen kämpft zwar mit teilweise extrem hohen Latenzen, verliert aber die Verbindung auf der Neubaustrecke nicht komplett. Umgekehrt kann man zwischen Fulda und Frankfurt streckenweise recht gut telefonieren, während GPRS dort gar nicht zur Zusammenarbeit zu überreden war.
Fazit: GPRS taugt eher für die stationäre Anwendung (wie jetzt gerade im Starbucks an der Calwer Straße in Stuttgart, das ebenfalls
kein frei verfügbares WLAN hat), für die wirklich mobile Anwendung ist es nur auf bestimmten Strecken begrenzt brauchbar. Aber eine Alternative zum T-Com-WLAN ist es trotzdem.
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