Man stelle sich folgendes vor: Ein Blog, in dem Politiker, sagen wir Abgeordnete des Bundestages oder Mitglieder des Bundesrates, über ihre Arbeit schreiben.
Wie es ist, ein Abgeordneter zu sein, was man so macht, wenn man neu dabei ist und seine erste Rede halten soll, wie sich das Parlament so entwickelt hat - aber auch, was man von Gesetzentwürfen der Regierung hält, welche Meinung man selbst dazu hat. Ganz unumwunden, auch wenn man den Entwurf für
Unfug suboptimal hält. Und in dem man die Leser zu Kommentaren zu dem auffordert, was man selbst so schreibt. Was der
Abgeordnete schreibt, nicht sein Pressereferent.
Unvorstellbar? In Deutschland vermutlich, leider. In England hingegen gibt es die
"Lords of the Blog":
Lords of the Blog is an experimental project to encourage direct dialogue between web users across the world and Members of the House of Lords. Commissioned by the House of Lords, the pilot project is conducted by the Hansard Society who are working directly with Members of the Lords to bring their blogs to the wider online audience.
Dort schreiben Mitglieder des englischen
House of Lords, und sie tun dies offensichtlich gerne und mit großer Offenheit - das Mitlesen lohnt sich. Es bleibt zu hoffen, daß dieses "experimental project" ein dauerhaftes wird. Und vielleicht schneidet sich der
Deutsche Bundestag ja eine Schneide davon ab und hat den Mut, ein ähnliches Projekt auf die Beine zu stellen?
Kommentare