So berichtet der
Internationale Währungsfonds in seinem neuesten Weltwirtschaftsbericht und wird
von der Süddeutschen Zeitung zitiert. Demnach ist das
Bruttoinlandsprodukt pro Kopf der Bevölkerung in Deutschland im Vergleich zu den USA von 77% im Jahre 1995 auf "nur noch" 71% im Jahre 2005 gefallen. Grund dafür sei (neben Dingen wie dem langsameren Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie, dem geringeren Anteil der High-Tech-Firmen sowie einer "großzügigen Arbeitslosenversorgung") unter anderem die "Freizeitneigung" der Europäer - sprich: Europäer arbeiten weniger als Amerikaner.
Nun, vielleicht sind die Europäer ja einfach schlauer als die Amerikaner und haben erkannt, daß ein "sich für den Job kaputtschuften" (im Gegensatz zu "sich für den Job engagieren, ihn gerne tun, aber auch noch ein Leben neben der Arbeit haben") einen Menschen am Ende nicht wirklich glücklich macht? Und daß es noch andere Werte neben dem Bruttoinlandsprodukt gibt? Daß es ein Fehler ist, Lebensqualität ausschließlich in Wirtschaftszahlen zu messen? Könnte doch alles möglich sein... auch wenn sich das nicht in den Excel-Sheets des IWF fassen läßt.
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